Die Akupunktur ist eine nahezu 3000 Jahre alte Heilmethode aus China, die als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hier immer mehr Anhänger findet, und vor allem im Rahmen der Schmerztherapie in der Orthopädie ein wirkungsvolles Werkzeug darstellt. Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln (Durchmesser ca. 0,3mm) in verschiedene Punkte am Körper, die auf sog. Meridianen liegen, gesetzt. Normalerweise werden zwischen 5 und 15 Nadeln verwandt. Oft wird diese Nadelung verbunden mit lokaler Wärmetherapie, der sog. Moxibustion. Insbesondere bei Spannungskopfschmerzen, Rückenschmerzen und Schmerzen bei Knie- und Hüftarthrose wird dieses Verfahren auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, bitte sprechen Sie mich bei Interesse darauf an.
Arthrosebehandlung
Als Arthrose bezeichnet man den schmerzhaften Verschleiß der aus Knorpel bestehenden Gelenkoberfläche. Im englischen Sprachraum wird der Begriff Arthritis synonym verwendet. Der Knorpel fungiert als Gleitschicht und Stoßdämpfer, und garantiert somit im Zusammenspiel mit der von der Gelenkinnenhaut gebildeten Gelenkflüssigkeit, die den nicht durchbluteten Knorpel ernährt, die ungestörte Funktion des Gelenkes. Folge der Zerstörung des Knorpels sind Schmerzen und Gelenkentzündungen sowie eine zunehmende Bewegungseinschränkung.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure ist ein Präparat, welches in Zusammensetzung und Fließeigenschaften der normalen Gelenkflüssigkeit entspricht. Da bei der Arthrose auch die Gelenkflüssigkeit verändert ist, wird der Knorpel nicht mehr richtig ernährt, die Arthrose schreitet fort. Durch die Injektion von Hyaluronsäure in das Gelenk wird die Gleitfähigkeit und die Ernährung des Knorpels wieder verbessert, der Abnutzungsprozess wird verlangsamt.
Orthokin
Die Orthokin-Behandlung folgt einem molekularbiologischen Ansatz. Man hat in den vergangenen Jahren herausgefunden, dass die Knorpelzerstörung auf molekularbiologischer Ebene u.a. durch sogenannte Cytokine (das sind Botenstoffe des Immunsystems) ausgelöst werden. Diese Cytokine befinden sich beim Gesunden im Gleichgewicht, im Arthrosegelenk überwiegt das knorpelzerstörende Interleukin I (IL-I).
Mit der Orthokin-Behandlung wird das Gleichgewicht wiederhergestellt. Zunächst wird in ein spezielles Gefäß Blut abgenommen. Mit dem Orthokin-Verfahren werden die Zellen im Blut zur Bildung körpereigener Cytokinantagonisten angeregt. Das so angereicherte Serum wird von den Blutzellen getrennt und dann portionsweise in das erkrankte Gelenk injiziert. Somit wird der Knorpel durch den Cytokinantagonisten vor weiterer Zerstörung geschützt. Da Orthokin eine vollkommen körpereigene Substanz ist, werden die Injektionen sehr gut vertragen, allergische Reaktionen wurden bislang nicht beobachtet.
Schmerztherapie
In der Schmerztherapie ist ein möglichst differenziertes Behandlungskonzept wichtig, das aus einem breiten Spektrum möglicher Therapien diejenige oder diejenigen auswählt, die im speziellen Fall nötig und sinnvoll sind. Dies kann im einfachsten Fall die Verordnung von Schmerzmitteln sein, beinhaltet jedoch auch lokale Schmerzinjektionen, Nervenblockaden, sog. Quaddelungen und Infusionen. Auch die an anderer Stelle genannten Verfahren wie Akupunktur, Chirotherapie und auch die physikalische Therapie gehören hier dazu.
Orthopädietechnik
Ein wichtiger Bestandteil in der klassischen Orthopädie ist die Versorgung mit Einlagen, Mieder oder Korsetts, Schienen oder Orthesen. Viele dieser Hilfsmittel werden vom Orthopädietechniker individuell angefertigt und angepasst. Auch die Versorgung mit Stöcken, Gehhilfen oder Rollstühlen und anderen Hilfsmitteln erfolgt durch ihn. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem Orthopädietechniker können Maßanfertigungen rasch und unkompliziert hergestellt und in ihrer Wirkung überprüft werden
Physikalische Therapie
Die physikalische Therapie ist die Domäne der Krankengymnasten. Für Notfälle steht in der Praxis jedoch ein breites Spektrum der physikalischen Therapie über Elektrotherapie, Schlingentischbehandlung, Krankengymnastik und Rückenschule zur Verfügung. Eine ausgebildete und erfahrene Krankengymnastin wendet diese Therapien im Bedarfsfall an und leitet z.B. auch im Gebrauch von Hilfsmitteln an.
PST
PST bedeutet Therapie mittels elektrischer gepulster Ströme zum Beispiel für Muskelaufbau bei Rückenschmerzen. Weiterer erklärender Text folgt.
ESWT (Extracorporale Stoßwellentherapie)
Seit Anfang der 90er werden Stoßwellen nicht mehr nur zur Therapie von z.B. Nierensteinen oder auch zur Behandlung schlecht heilender Knochenbrüche eingesetzt, sondern zunehmend auch zur Therapie von knochennahen Weichteilschmerzen. Dabei hat sie sich besonders zur Therapie von Verkalkungen und Schmerzen am Übergang Knochen/Sehne bewährt.
Angezeigt ist diese Therapie also besonders bei Tennis-/Golferellenbogen, Schulterbeschwerden durch Verkalkung/Schleimbeutelentzündungen, dem Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden, sowie Überlastungsbeschwerden an weiteren Sehnenansätzen, z.B. an der Kniescheibe oder am Oberschenkelknochen.
Die Behandlung erfolgt durch Anwendung piezoelektrisch außerhalb des Körpers (extrakorporal) erzeugter Schalldruckwellen. Diese werden über einen Schallkopf, der mit Ultraschallgel an den Körper ankoppelt, übertragen. Die korrekte Lage wird ggf. durch Ultraschall kontrolliert, die Feinjustieruung erfolgt durch Rückmeldung des Patienten.
Die Behandlung erfolgt ambulant und dauert ca. 15 Minuten, Sie ist schmerzarm, Sport- oder Arbeitsfähigkeit besteht in der Regel am selben Tag.